Geschichte

Zeittafel Nicolaihaus


16. Jh.

Erste Erwähnungen des Hauses in der Brüderstraße 13.

1674
Nach einem vollständigen Brand lässt der Eigentümer und Cöllner Bürgermeister Brandes auf den mittelalterlichen Grundmauern ein zweistöckiges Gebäude bauen.

1710
Errichtung der Seitenflügel und des dritten Stockwerks.

1747–1773
Das Gebäude ist Eigentum und Wohnhaus von Johann Ernst Gotzkowsky.

1787
Friedrich Nicolai erwirbt das Haus und lässt es durch Carl Friedrich Zelter für Verlag, Buchhandlung und Privatwohnung umbauen.

1806–1815
Zwangseinquartierungen französischer und später russischer Besatzer.

1811
Das Haus geht nach dem Tod Nicolais in den Besitz Friedrich Partheys und damit bis ins späte 20. Jh. der Parthey'schen Familie bzw. Erben über.

1814
Prominente Mieter: Elisa von der Recke und Christoph August Tiedge.

1815–1828
Einzug der Familie Körner, Besuche Theodor Körners 1811 und 1813.

1847–1859
Die Familie Jonas mietet sich im Nicolaihaus ein.

1891
Auszug der Nicolai'schen Verlagsbuchhandlung.

1910–1936
Ära des Lessing-Museums bis zur Schließung durch die Nationalsozialisten.

1928
Mehrere Gedenktafeln (v. d. Recke und Tiedge, Körner, Nicolai, Nicolaihaus) werden von der Stadt Berlin angebracht.

1948
Der Bezirk Mitte nutzt im (während des Zweiten Weltkrieg teilweise schwer beschädigten) Nicolaihaus Räumlichkeiten als Bibliothek und Vortragssaal.

1952
Umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen.

1954
Das Institut für Denkmalpflege bezieht das Nicolaihaus, nach der Wende bis 1998 Sitz des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege.

1958
Gedenktafel für Carl Friedrich Zelter (auf Betreiben der Akademie der Künste).

1977
Das Nicolaihaus wird unter Denkmalschutz gestellt.

1996
Gedenktafel für Johann Ernst Gotzkowsky.

2000
Nach Leerstand weist der Senat das Nicolaihaus der Stiftung Stadtmuseum zu. Gedenktafel für Ludwig Jonas.

2007
Der Berliner Senat beschließt den Übergang des Hauses in den Liegenschaftsfonds.

2008
Gründung des »Freundeskreises Nicolaihaus Berlin e.V.«.

2011
Eine weitere Gedenktafel für Friedrich Nicolai.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erwirbt das Haus.